Umgang mit Kommentaren

(falls Du Dich für das Einrichten einer Kommentarfunktion entscheidest)

  • Wenn Du eine Kommentarfunktion eingerichten möchtest, überlege Dir, ob Du Kommentarregeln auf Deinen Blog oder Deine Webseite stellen willst. Es ist Dein digitaler Raum und Du bestimmst die Regeln. Wenn Du das Deinen LeserInnen in geposteten Kommentarregeln klar machst, dann wissen alle, dass Du auf eventuelle Störungen vorbereitet bist und inakzeptables Verhalten nicht auf Deinem Blog oder Deiner Webseite duldest. Studien zeigen, dass Trolle [Menschen, die beleidigende oder diskriminierende Kommentare ins Internet stellen oder per E-Mail, Tweets etc. an Personen schicken] sich meist neue oder weniger erfahrene BloggerInnen als Zielscheibe aussuchen. Kommentarregeln und rigoroses Moderieren zeigen Deinen LeserInnen, dass Du hier die Chefin bist.
  • Aber es kann auch sein, dass Trolle sich mitunter an solchen Kommentarregeln „aufhängen.” Wichtig ist nur, dass Du für Dich selbst im Kopf Regeln aufstellst, damit Du weißt, wie Du mit Kommentaren und Deinen LeserInnen umgehen möchtest.
  • Richte Deinen Blog oder Deine Webseite so ein, dass Du immer alle Kommentare von LeserInnen moderieren musst BEVOR sie online gehen. Moderiere die Kommentare gleich von Anfang an. Frühes Moderieren kann helfen potentielle Trolle und StörerInnen gleich im Keim zu ersticken; das zeigen auch Studien.
  • Viele Bloggerinnen nutzen auch das Modell, den ersten Kommentar einer neuen Leserin/eines neuen Lesers zu moderieren und dann alle weiteren Kommentare automatisch online gehen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Du nicht alle Kommentare moderieren musst, wenn Du bestimme LeserInnen schon kennst und ihnen vertraust.
  • Höre auf Dein Bauchgefühl. Lasse keine Kommentare zu, die Dir selbst komisch vorkommen, eventuell auch sprachlich seltsam formuliert sind und Dir „Bauchschmerzen“ bereiten. Es ist auch okay, Kommentare wieder offline zu nehmen, die Du erst zugelassen hast oder wenn der Mensch sich später als Troll herausstellt.
  • Einige Frauen nutzen auch Filter, die auf Wörter und Ausdrücke reagieren, die auf problematische Kommentare hinweisen können. Diese Kommentare werden dann erst einmal blockiert, damit Du sie moderieren kannst. Das hilft wohl auch gegen Spam.
  • Nutze auch die „Ban-” und „Block”-Funktionen auf Twitter und Facebook und anderen sozialen Netzwerken, um beleidigende oder diskriminierende Kommentare und NutzerInnen im Keim zu ersticken.
  • Melde den sozialen Netzwerken beleidigende oder diskriminierende Kommentare und NutzerInnen. Die Nutzungsbedingungen ändern sich immer noch häufig. Vorfälle zu melden, kann helfen, diese Regeln weiter so zu gestalten, dass Beleidigungen und Drohungen nicht mehr toleriert werden.